Nach den ersten zwei Meisterschaftsrunden, in welchen die Reinacherinnen lediglich gegen Zug United Gegentore kassiert haben, war man in der dritten Meisterschaftsrunde gegen Floorball Uri sowie gegen die Zuger Highlands in der Favoritenrolle. Speziell freute sich das Team auf das Spiel gegen Floorball Uri. Einige Spielerinnen versuchten letzte Saison gemeinsam ihr Glück in der U21A, nun standen sie sich das erste Mal wieder als „Gegner“ gegenüber.

Verdiente Punkte gegen FB Uri
Zu Beginn des Spiels rissen die Reinacherinnen das Spieldiktat gleich an sich. Gekonnt zirkulierte der Ball in den eigenen Reihen. Keine überhasteten Aktionen sowie eine gewohnt stabile Defensive verhinderten Torchancen für Floorball Uri. Bis zur Spielhälfte schossen sich die Reinacherinnen mit teils herrlichen Kombinationen mit 3-0 in Führung.
Die zweite Spielhälfte gestaltete sich ausgeglichen. Ob Reinach ein Gang retour schaltete oder ob Uri stärker wurde ist schwierig zu beurteilen. Das Spiel längst ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Floorball Uri konnte eine Chance in ein Tor um nützen, welches die Beste Phase der Urnerinnen in diesem Spiel einläutete. Die Torumrandung und eine starke Reinacher Torfrau verhinderten weitere Treffer für Floorball Uri. Mitten in der Druckphase gelang den Reinacherinnen später der 4. Treffer, es war das letzte Tor in einem freundschaftlichen Spiel. Über das ganze Spiel gesehen gewann Reinach das Spiel verdient mit 4-1 Treffern, Uri spielte in der ersten Spielhälfte zu passiv.

Nervenprobe gegen die Zuger Highlands
Die Zuger Highlands überzeugten diese Saison noch nicht oft. Während die Reinacherinnen im ersten Spiel punkteten, verloren die Highlands gegen das Schlusslicht aus Mendrisio klar. Während die Reinacherinnen noch auf Wolke 7 schwebten, kombinierten sich die Zugerinnen zum Führungstreffer. Die gewohnt sichere Defensive glich nun einem Löchersieb. Sämtliche Linien vermochten es nicht, die Zuger Angriffe konsequent zu unterbinden. Passend dazu folgte nach einem Reinacher Wechselfehler das zweite Zuger Tor. Einmal in der Offensive war Reinach den Zugerinnen überlegen. doch das Abschlussglück fehlte oder die stark aufspielende Zuger Torfrau verhinderte Schlimmeres.
Die Pausenansprache kurz und knapp: Defensiv besser arbeiten und Offensiv die Geduld nicht verlieren. Dies gelang den Reinacherinnen mehr schlecht als recht, ein weiterer Zuteilungsfehler ermöglichte den dritten Zuger Treffer. Nun stellte Reinach auf zwei Linien um, welches sich gleich ausbezahlt machte mit dem ersten Reinacher Treffer. Nun hatten die Zuger keine Chance mehr, Reinach zeigte endlich sein Können. Die Reinacherinnen glichen die Partie innert 6 Minuten aus, sogar der Führungstreffer lag in der Luft. Da die Defensive jedoch immer noch Lücken aufwies, war es ein offener Schlagabtausch. Für die Zuschauer eine grandiose Partie, doch für die beteiligten Coaches an der Bande bedeutete dies wieder ein Verlust von mehreren Nervenbündeln. Die Zuger Highlands boten den Reinacherinnen Parole, die Punkteteilung aufgrund der zweiten Spielhälfte jedoch verdient.

Fazit / Ausblick
Offensiv spielten die Reinacherinnen sensationell, Defensiv war es die bisher schwächste Saisonleistung. Dies gilt es bis Mitte Dezember zu korrigieren. Mit Floorball Zurich Lioness wartet noch ein unbekannter Gegner, das Spiel gegen Bremgarten ist zugleich der Start in die Rückrunde der Saison.
Die nächste Meisterschaftsrunde wird in der Stadthalle Zug ausgetragen, Reinach spielt um 13:40 Uhr sowie um 15:30 Uhr.