Um viel ging es in dieser letzten Qualifikationsrunde nicht mehr. Die Plätze sind bezogen, Reinach im Playout, Grünenmatt im Playoff – einziger Nutzen dieses Spiels war Moral tanken und allenfalls die eine oder andere taktische Variante auszuprobieren. Dennoch darf ein solcher Untergang wie er im letzten Drittel passierte, nicht vorkommen.
Zwei Drittel lange vermochten die Aargauer mit den Grünenmattern eigentlich locker mitzuhalten. War man im ersten Drittel seinerseits noch effizient, Michael Merki traf zwei Mal, Rückkehrer Magnus Hedlund und Jimmy Gustafsson je einmal, gaben die Oberwynentaler diese Stärke aber spätestens im zweiten Drittel ab. Plötzlich traf Grünenmatt wesentlich besser als noch zuvor, ohne wirklich das spielbestimmende Team zu sein. Speziell bemerkenswert der Treffer von Magnus Hedlund, dessen Knieverletzung zwar deutlich zu sehen war, von seiner Schussqualität aber kein bisschen verloren hat.
Grünenmatt holt Tor um Tor auf
Die Berner trafen plötzlich. Und holten auf. Zwar konnte Reinach nach dem zwischenzeitlichen vier zu drei nochmals einen Treffer vorlegen, aber Sikora brachte die Grünenmatter postwendend wieder heran. Dennoch ging es mit einer knappen Führung für Lok in die Kabine.
Katastrophaler letzter Abschnitt
Das letzte Drittel verlor man sang- und klanglos mit null zu sechs Toren. Grünenmatt nun in allen Belangen überlegen, Reinach zumeist einen Schritt zu spät. Die Torfolge erinnerte stark an das Hinspiel, welches Lok Reinach auch stark begann, aber einfach im Mitteldrittel seine schwache Phase einzog und dieses mit fünf zu null Toren verlor. Überragend die Leistungen der beiden tschechischen Nationalspieler Sikora und Sebek, welche zusammen 7 Skorerpunkte sammelten sowie der beste Spieler des Abends Renggli. Reinach war zwar bemüht bis zum Schluss, man konnte dem gut unterstützenden Publikum aber keinen Gefallen machen und sich nochmals heranschiessen.
Grund zur Zuversicht
Nun folgen also die Playouts gegen den Fünftplazierten der Nationalliga B, den Bern Capitals. Reinach wird sich in dieser best of seven – Serie in acht nehmen müssen vor den sicherlich topmotivierten Bernern, auch wenn auf dem Papier eigentlich alles klar sein sollte. Nicht zu unterschätzen ist auch der Heimvorteil, welches das Unterklassige Team in der Serie haben wird. Reinach muss also zumindest eine Partie auswärts für sich entscheiden, will man in der höchsten Spielklasse der Schweiz bleiben. Mit der Rückkehr von Magnus Hedlund ist aber zumindest für die Offensive Grund zur Zuversicht da.
Telegramm:
Lok Reinach - UHC Grünenmatt 5:10 (4:1, 1:3, 0:6)
Pfrundmatt, Reinach - 137 Zuschauer
SR: Güpfert / Renz
Tore: 05:16 Merki M. (Hediger) 1:0, 08:49 Hedlund (Kaufmann) 2:0, 09:21 Frejd (Schneiter) 2:1, 17:33 Merki M. (Kaufmann) 3:1, 18:06 Gustafsson (Näf) 4:1, 24:51 Sikora (Sebek) 4:2, 30:01 Renggli (Meyer) 4:3, 33:02 De Icco (Gustafsson) 5:3, 33:50 Sikora (Sebek) 5:4, 43:31 Sebek (Sikora) 5:5, 47:51 Sollberger 5:6, 49:07 Meyer (Arm) 5:7, 50:11 Frejd (Sebek) 5:8, 59:26 Wüthrich (Hirschi) 5:9, 59:42 Renggli (Arm) 5:10
Strafen: 06:31 Schneeberger 2', 07:47 Sikora 2', 13:24 Merki P. 2', 22:53 De Icco 2', 38:25 Näf 2', 39:27 Chrapek 2', 54:27 Flühmann 2', 57:04 Schneeberger 2', 59:26 Hediger 2', 59:26 Schneiter 2', 59:26 Hediger 10‘
Lok Reinach: Cazzato; Hühler, Kaufmann, Näf, Ramseier; Dätwyler, De Icco, Gustafsson, Häfeli, Hediger, Hunziker, Jansen, Merki M., Merki P., Spahija
UHC Grünenmatt: Frank; Beer, Chrapek, Flückiger, Hofer, Meyer, Renggli, Schneeberger, Wüthrich; Arm, Flühmann, Fontana, Frejd, Hirschi, Lüthi, Schneiter, Sikora, Sollberger
Bemerkungen:
50. Time-Out Reinach, Reinach ab 55. Sporadisch ohne Torhüter, dafür mit 6. Feldspieler








