Nachdem die Wynentaler nicht über den letzten Platz in der Qualifikationsphase der Swiss Mobiliar League SML hinauskamen, muss der Ligaerhalt gegen den fünftplatzierten der Nationalliga B verteidigt werden. Alles andere als der Ligaerhalt wäre eine bittere Enttäuschung.
Zuerst wurde die Aufstockung der SML von zehn auf zwölf Teams vom Zentralvorstand abgelehnt und nach einem Wiedererwägungsgesuch der Nationalligapräsidentenkonferenz doch noch angenommen.
Daher hat Lok die fast vermeintlich einfachen Aufgabe den Ligaerhalt gegen den fünften der zweithöchsten Spielklasse zu verteidigen. In einer best-of-seven Serie müssen sich die Wynentaler, zuerst auswärts am Freitag, gegen die Bern Capitals behaupten. In den vergangenen Spielzeiten unter Lokführer Magnus Svensson hat Reinach nur gute Erinnerungen an die Duelle gegen die Hauptstädter. Die letzten sechs Aufeinandertreffen wurden alle von den Aargauern gewonnen, davon einmal in der Verlängerung bei einem Torverhältnis von 48 zu 23! In diesen beiden Saisons belegten die Caps jeweils den neunten Tabellenplatz in der NLB und mussten in die Abstiegsspiele gegen einen 1. Ligisten antreten. In beiden Serien konnte sich Bern gegen Eggiwil und Konolfingen durchsetzen und verblieben somit in der NLB. Reinach stieg erst letzte Saison in die höchste Spielklasse auf.
Unberechenbare und unkonstante Berner
Die Qualifikation der laufenden Saison beenden die Caps auf dem fünften Tabellenplatz der zweithöchsten Liga. Diese Spielzeit war ein ständiges Auf und Ab. Gegen jeden Konkurrenten in der Nationalliga B gab es je einen Sieg und ein Niederlage, ausser der UHC Thun konnte zweimal bezwungen werden. Ein Freilos ist das Stimmungsteam aus Bern keinesfalls. In den Reihen von Bern Capitals hat sich diese Saison kein Topscorer herauskristallisiert. Der beste Spieler in der Topscorerwertung, Tobias Tröhler, hat es in 18 Partien gerade mal auf 17 Scorerpunkte geschafft, im Durchschnitt nicht einmal ein Punkt pro Partie. Dafür folgen dicht auf Tröhler mehrere Spieler mit wenigen Punkten Abstand, was heisst, dass jeder Berner für ein Tor gut ist.
Bei den Bernern sind diese Saison zwei ausländische Söldner unter Vertrag. Es sind dies die beiden Verteidiger Per Fredrik Bergström und Markus Johansson, welche es geschafft haben die Verteidigung zu stabilisieren, aber auch nach vorne entscheidende Impulse zu setzen. Laufen die beiden Söldner zur Höchstform auf, könnte die Best-of-seven Serie aber dennoch eine enge Angelegenheit werden. Ob aber der Kanton Bern, welcher schon mit Wiler-Ersigen, Köniz, Langnau und Grünenmatt in der höchsten Spielklasse vertreten ist, ein weiteres Team in der SML verträgt bleibt dahingestellt.
Chancen für den Ligaerhalt so hoch wie noch nie
Trotz zwölf Niederlagen in Serie ab der vierten Runde, gab Reinach nie auf. Die Moral war und ist intakt, die Spieler mussten teilweise harte unten durch. Aber genau in solch einer Situation die Flinte nicht ins Korn zu werfen verlangt Durchhaltewillen. Und genau dieser Willen ist nun in den Playoff Spielen gefragt. Reinach war in dieser jungen Sportart schon zweimal in der höchsten Spielklasse, konnte sich aber nie länger als eine Saison dort halten. Nun gegen den fünften der NLB sollte diese Aufgabe endlich machbar sein, obwohl Lok dieses Saison personell schwächer besetzt ist als noch letzte Saison. Magnus Svensson, Coach von Lok Reinach, über den Gegner: "Bern Capitals ist ein solides Team, welches ihr Potential in dieser Saison gezeigt hat, und gegen alle Top-Teams der NLB gewonnen hat. Die Spiele gegen die Caps sind immer intensiv und spannend, und wir sind bereit für die Herausforderung. Let's do it!"
Zeichen setzen für nächste Saison
Mit dem Ligaerhalt möchte Reinach die Lücke zwischen Zürich und Bern in der höchsten Spielklasse stopfen. Ob der schwedische Coach Magnus Svensson gehalten werden kann, steht noch in den Sternen, zumal die Vereinsverantwortlichen schon eifrig daran sind einen neuen Hauptsponsor zu suchen, um das 50% Engagement Svenssons zu finanzieren.
Spiel 1+2: Freitag 12. Februar 2010 um 20.30 Uhr, Sporthalle Moos, Gümligen
Sonntag 14. Februar 2010 um 18:30 Uhr, Pfrundmatt, Reinach AG








