Nach einer zweiwöchigen Trainingspause stand für die U21-Damenmannschaft von Lok die einzige Heimrunde der Saison 2009/10 auf dem Programm. Mit zwei Siegen gegen Zug United und ULA holte das Team von Müller und Lang das Punktemaximum heraus.
Nach einer über viermonatiger Verletzungspause konnte die Mannschaft zudem wieder auf Torhüterin Blaser setzen. Dieses Comeback kam infolge Abwesenheit von Strub gerade zum richtigen Zeitpunkt.
Pflicht erfüllt gegen Zug United
Reinach begann das Spiel gegen Zug United sehr nervös und unkonzentiert. Die Verunsicherung nach der (zu) langen Trainingspause war dem Team anzumerken. Das Trainerduo musste von Beginn weg eingreifen und die Reinacherinnen auf den richtigen Weg führen. Nach und nach konnte Reinach jedoch das Spieldiktat übernehmen und hochkarätige Chancen herausspielen. Eine hervorragend aufspielende Blaser verhinderte in der Startphase Gegentor um Gegentor. In der 10. Minuten war es Schiess, die auf Pass von Wyss das Score eröffnete. Zug versteckte sich aber keinenfalls und kam ebenfalls zu Chancen. Die Defensivarbeit von Reinach hielt dem Druck jedoch stand. 30 Sekunden vor dem Pausenpfiff erhöhte S. Lüscher auf Pass von Lang auf 2:0.
Aus Reinacher Sicht war das 2:0 im Verhältnis zu den vielen Chancen eine magere Ausbeute. Das Trainerduo forderte in der Pause vermehrtes Vorchecking und sofortiges Stören des gegnerischen Spielaufbaus. Und die Spielerinnen konnten dies sehr gut umsetzen. Die Defensive von Zug hatte Mühe mit dem Spielaufbau, Lok konnte Mal für Mal den Ball vor der Mittellinie abfangen und zum Gegenangriff schreiten. In der 23. Minute war es Müller, welche mit einem herrlichen Solo das 3:0 erzielte. Danach kehrte im Spiel etwas Ruhe ein. Kleinere Chancen auf beiden Seiten konnten erspielt werden, wurden jedoch von den Torhüterinnen alle pariert. Es lief bereits die 33. Minute, als Wollschlegel ein weiteres Tor für die Aargauerinnen erzielen konnte. Der Bann schien gebrochen. Zug konnte kaum noch Gegenwehr leisten. Das Spiel in den letzten 7 Minuten fand praktisch nur noch in der gegnerischen Hälfte statt. In der 37. Minute erhöhte Rütimann auf Pass von S. Lüscher das 5:0. Keine Minute später bediente Wütrich Isidro, welche das 6:0 erzielte. Den Schlusspunkt setzte Müller mit Ihrem zweiten Tor in diesem Spiel zum 7:0. Passgeberin war ebenfalls zum zweiten Mal Wyss. Reinach konnte die Pflicht erfüllen und holte sich gegen Zug trotz anfänglicher Schwierigkeiten zwei verdiente Punkte.
Spitzenkampf und erster Saisonsieg gegen ULA
ULA hat bis vor der 8. Meisteschaftsrunde keine Niederlage eingefahren. Lediglich die Reinacherinnen konnten in den bisherigen zwei Direktbegegnungen den Tabellenführer zu zwei Unentschieden zwingen. Für das letzte Aufeinandertreffen in der Saison 2009/10 forderten die Trainer einen Sieg. Bereits vor dem Spiel sah es nicht schlecht aus. ULA trat mit elf Spielerinnen an, wobei vier erst kurz vor Spielbeginn in der Halle eintrafen. Die Reinacherinnen begannen das Spiel konzentriert und mit viel Druck aufs gegnerische Tor. Bereits nach 4 Minuten konnte Lok zum ersten Mal jubeln. Rütimann erzielte auf Pass von Müller das 1:0. Das Tor weckte ULA aus dem „Start-Schlaf“. Keine Minute hielt die Führung für Lok. ULA erhöhte den Druck und erzielte den Ausgleich. Das Spiel war auf hohem Niveau, Chancen auf beiden Seiten. Jedoch war es ULA, welche den Führungstreffer erzielen konnten. Mit diesem Resultat ging es auch in die Pause.
Nach der Pause ging es sofort wieder mit Action los. Lok setzte den „Befehl“ der Trainer um und setzen ULA in der Defensive sofort unter Druck. Ball um Ball konnte in der gegnerischen Hälfte erkämpft werden. Bei ULA machten sich nach und nach Konditionsprobleme bemerkbar. Und dies nütze Lok hemmungslos aus. In der 26. Minute war es Wollschlegel, welche den Ausgleich erzielte. Reinach kam dem gewollten Sieg wieder einen Schritt näher. Eine Minute später war es Müller auf Pass von Isidro zur 3:2 Führung. Reinach war nun im Spielrausch. ULA liess immer wie mehr nach. Wiederum nur eine Minute später erzielte Wollschleger das verdiente 4:2. Reinach zauberte, ULA versuchte sich zu fangen. Langsam kamen sie wieder ins Spiel zurück, jedoch waren die Energiereserven fast aufgebraucht. In der 34. Minute schoss Wyss mit dem 5:3 Reinach noch näher an den ersten Sieg gegen ULA. Der Sieg war zum Greifen nahe. Müller und Lang forderten die Spielerinnen auf, weiterhin ein offensives Spiel zu betreiben. Ein Rückzug in die eigene Platzhälfte hätte ULA zu viel Raum verschaffen. Und das wissen die ULAnerinnen auszunützen. 30 Sekunden vor Schluss gelang ULA doch noch das 5:3. Aber das war sogleich auch der Schlusspunkt.
ULA und Reinach lieferten sich einen harten Kampf, welcher schlussendlich verdient zugunsten der Reinacherinnen ausfiel. Die Spielerinnen hatten das von den Trainer geforderte System perfekt umgesetzt und füreinander vorbildlich gekämpft. Mit diesen 4 Punkten konnte der 2. Tabellenplatz eingenommen werden. Da ULA auch gegen Gordola verloren hatte, stehen vor der letzten Meisterschaftsrunde noch 2 Punkte zwischen ihnen und den Reinacherinnen. Auf dem 3. Platz befindet sich Uri, punktgleich mit den Reinacherinnen. Die letzte Meisterschaftsrunde, welche sogleich auch die letzte des Trainerduo’s Müller und Lang ist, findet am 14. März 2010 in Alpnach Dorf statt.
8. Meisterschaftsrunde in Reinach
Kader Lok Reinach: Isidro, S. Lüscher, B. Lüscher, Müller, Fürst, Wyss, Stocker, Schiess, Wollschlegel, Lang, Hirt, Trevissoi, Rütimann, Wüthrich, Blaser
Nicht im Aufgebot: Heeb, Merki (beide verletzt), Lopes (Arbeit), Strub (Abwesend)








