Lok Reinach konnte in den zwei ersten Spielen der Best-of-Seven-Serie der Abstiegsrunde keine überzeugende Leistung abliefern. Gespannt war man auf deshalb das dritte Spiel zwischen Bern Capitals und den Aargauern.
Die zahlreich angereisten Reinacher Supporter sahen eine von Beginn weg konzentriert agierende Mannschaft von Lok, welche das Spiel nach einem furiosen und unterhaltsamen Startdrittel in eindrücklicher Art und Weise für sich entscheiden konnte.
Vorentscheidung im ersten Drittel
Die Reinacher wussten, dass Bern defensiv ein starkes Team ist und die ersten Partien haben gezeigt, dass die Mannschaft um Trainer Björn Karlen sehr diszipliniert spielt. Lok-Trainer Svensson hatte sein Team auf diesen Umstand hervorragend eingestellt und Lok ging deshalb druckvoll ins erste Drittel. Bereits nach 4 Minuten wurde das Spiel lanciert, und die 175 Zuschauer bekamen eine unterhaltsame Partie zu sehen. Die Tore wurden abwechslungsweise im Minutentakt erzielt. Die Treffer von de Icco und Gustafsson wurden jeweils postwendend durch Tröhler und Baumann ausgeglichen. Nach 14 Spielminuten erzielte Ramseier mit einen Weitschuss sogar die 2:4 Führung für Lok. Diese Phase des Spiels war vorentscheidend. Nachdem Torhüter Cazzato mit einer mirakulösen Parade den Anschlusstreffer zum 3:4 verhindern konnte, erzielte Routinier Hedlund auf Pass von Gustafsson das vorentscheidende 2:5. Lukas Wittwer, Best Player dieser Partie, erzielte kurz vor Ablauf des Drittels einen weiteren Treffer für Lok.
Lok lässt nichts mehr anbrennen - Vorsprung souverän gehaltenIm zweiten Drittel waren noch keine 2 Minuten gespielt, als Michael Merki und Wittwer um zwei weitere Tore erhöhen konnte. Das 3:8 nach Hälfte der Spielzeit durch die Berner war nur noch Kosmetik und konnte Lok nicht sonderlich in Unruhe versetzen. In der Folge gab es lediglich noch ein paar Torszenen auf beiden Seiten zu sehen, und Lok konnte mit einem fünf Torevorsprung das letzte Drittel in Angriff. Im dritten Drittel liess Lok nichts mehr anbrennen und verwaltete den Vorsprung souverän. Wittwer, Michael Merki und De Icco erzielten die Treffer zum Endresultat von 3:11. Die Berner waren an diesem Abend nicht mehr in der Lage zu reagieren. Man hatte den Eindruck, dass sie im letzten Spielabschnitt resignierten.
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte Lok Reinach diese Partie ungefährdet für sich entscheiden. Dennoch dürfen die Berner in der Folge der Serie keinesfalls unterschätzt werden. Sie haben in den ersten Begegnungen vor Wochenfrist bewiesen, dass sie absolut zurecht um den Aufstieg in die SML mitspielen. Für Lok gilt es nun, den Elan dieser Partie in die nächsten Spiele mitzunehmen. Dann dürften die Chancen gut den Verbleib in der SML gut stehen.
Schul- und Sportanlagen Allenlüften (Mühleberg)
Schiedsrichter: Brechbühler / Gallo
Zuschauer: 175
Bern Capitals: Falk, Nyffeler; Strub, Galli, Bergström, Jaggi, Johansson, Wittwer, Lussi, Nico Galli, Baumann, Stettler, Schorno, Gerber, Kilchenmann, Farine, Lüthy, Ming, Tröhler
Lok Reinach: Cazzato; Dätwyler, Hühler, Hedlund, Ramseier, Gustafsson, Philipp Merki, Wittwer, Binder, Hunziker, Hediger, Höltschi, Michael Merki, Näf, De Icco, Kaufmann, Spahija
Tore: 5. (04:11) De Icco (Dätwyler) 0:1, 5. (04:40) Tröhler (Kilchenmann) 1:1, 6. Gustafsson (Dätwyler) 1:2, 8. Baumann (Tröhler) 2:2, 10. Gustafsson (Höltschi) 2:3, 15. Ramseier (Höltschi) 2:4, 18. Hedlund (Gustafsson, Ausschluss Bern) 2:5, 20. Wittwer (Hedlund, Ausschluss Bern) 2:6, 22. M. Merki (Wittwer) 2:7, 25. Wittwer (Hedlund, Ausschluss Bern) 2:8, 29. Kilchenmann (Gerber, Ausschluss Reinach) 3:8, 43. Wittwer (P. Merki) 3:9, 45. M. Merki (Wittwer) 3:10, 47. De Icco (Gustafsson) 3:11
Strafen: 5 x 2Min. + 1 x 10 Min. Gegen Bern, 3 x 2Min. Gegen Reinach








