Die Oberwynentalerinnen erwischten einen exzellenten Start in die Partie, bereits in der dritten Minute ging man durch einen Abschluss aus dem Slot mit einem Tor in Führung. Den Treffer erzielte Esther Brütsch auf Pass von Janine Trippel. Reinach war in diesen wenigen gespielten Minuten bereits die aktivere Mannschaft und lag zu diesen Zeitpunkt verdient in Führung. In der Folge erhöhten die Tessinerinnen das Tempo, 15 Minuten lang hielt aber die Defensive um Torhüterin Cornelia De Icco dicht. Dennoch konnte nicht mit einer Führung in die Kabine gegangen werden, Verbano-Gordola gleicht mit einer Art Lob von der rechten Seite das Spiel aus.
Eigentor der Tessinerinnen hält die Lok im Spiel
Reinach startete wiederum besser ins zweite Drittel. Dennoch kam es nicht zu wirklich gefährlichen Aktionen vor dem Tor der Südschweizerinnen. Aber auch im Unihockey gibt es Eigentore: In der 26. Minute beglückte Verbano-Gordola die Reinacherinnen mit einem solchen Treffer. Es muss aber doch gesagt sein, dass Reinach das Tor mit Druck im gegnerischen Slot erzwang. Die Freude auf Reinacher Seite war aber nicht von langer Dauer, denn keine Minute später stand das Spiel wieder unentschieden. Verbano-Gordola traf mit einem schönen Schuss ins Eck. In der Folge waren die Tessinerinnen die bessere Mannschaft, Reinach konnte sich mehrmals bei seiner stark aufspielenden Torfrau bedanken. Nichtsdestotrotz, zwei Minuten vor Drittelsende war den Tessinerinnen das Glück wieder holder und sie konnten De Icco noch einmal bezwingen.
Beeindruckendes letztes Drittel
Reinach fand im letzten Abschnitt besser ins Spiel und konnte das Spiel auch während der gesamten letzten Periode kontrollieren. Dennoch mussten die wenigen Fans zehn Minuten warten, bis der Bann gebrochen war: Cazzato traf auf Pass von Furrer zum Ausgleich. Der gegnerische Trainer sah sich in der Folge gezwungen, sein Time-Out zu nehmen, erfolglos. Keine Minute später setzte Reinach das um, was wahrscheinlich der Trainer von Verbano-Gordola von seinem Team verlangt hatte – die Führung! Dieses Mal war es Schiess, welche einen Pass Wältys erfolgreich in den Maschen deponierte. Und wiederum eine gute Minute später traf Cazzato nach einem wunderbaren Bogenlauf zum Endresultat von fünf zu drei Toren für Lok Reinach. Die Tessinerinnen waren – trotz einer nun ruppigeren Gangart, welche auch den mitgereisten Reinacher Fans nicht entging - nicht mehr in der Lage zu reagieren, zu schockiert waren sie.
Reinach wird Saison auf dem vierten Platz beenden
Das letzte Spiel gegen den UHC Schaan am 28. Februar in Vaduz wird ohne Bedeutung sein. Bereits jetzt ist klar, dass Reinach die Saison auf dem vierten Platz beenden wird. Eine Spitzenrangierung war nicht möglich, zu unkonstant waren die Leistungen. Wo aber Schatten ist, ist auch Licht; Reinach konnte immer wieder junge Spielerinnen einsetzen, welche in der nächsten Saison bereits 1. Liga – Erfahrung mitbringen. Wer weiss, vielleicht spielt man in einem Jahr um den Aufstieg in die Nationalliga B mit?
Telegramm:
Verbano-Gordola – Lok Reinach 3-5 (1-1, 2-1, 0-3)
Waldmannhalle, Baar - 15 Zuschauer
Tore: 02:45 Brütsch 0-1; 17:45 Verbano-Gordola 1-1; 25:48 Eigentor Verbano-Gordola 1-2; 26:27 Verbano-Gordola 2-2; 37:31 Verbano-Gordola 3-2; 49:54 Cazzator (Furrer) 3-3; 50:42 Schiess (Wälty) 3-4; 51:59 Cazzato 3-5
Strafen: Keine gegen Verbano-Gordola, 1 x 2 Minuten gegen Reinach
Lok Reinach: Cazzato, Hafner, Gysin, Marrer, Wälty, Trippel, Thüler, Rodel, Senn, Brütsch, Bieri, Rötheli, Furrer, Straumann, Clerc, De Icco, Eckert, Schiess
Bemerkungen:
50. Time-Out Verbano-Gordola, 58. Time-Out Reinach








