In der letzten Meisterschaftsrunde kämpften Lok, Chur und Wasa um die beiden Plätze über dem Strich. Wer als Verlierer vom Platz gehen würde, musste in die Abstiegsplayoffs. Während Wasa gegen Chur antreten konnte, war die Aufgabe für Lok wesentlich schwieriger. Zu Hause empfing man den Tabellenzweiten aus Langnau und bezwang diesen dank einer grossartigen Mannschaftsleistung.
Im Hinspiel ging die Begegnung mit einem 5:6 Sieg in der Verlängerung an Lok. Die Aargauer wussten also, dass die Langnauer zu bezwingen waren, jedoch nur wenn eine absolute Topleistung abgerufen werden konnte. Dementsprechend bereiteten die beiden Lok Trainer M. Mastropietro und R. Wyss das Team auf die Partie vor. Das ganze Team war vor dem Spiel extrem ruhig und sehr konzentriert, die Spannung war spürbar.
Nach 12 Sekunden das erste Tor
Die Partie war erst 12 Sekunden alt, da musste der Langnauer Keeper bereits den Ball, den P. Merki (Assist L. Wittwer) versenkt hatte, aus dem Tor fischen. Lok erwischte die Emmentaler in der 5. Minute bereits ein zweites Mal durch das Tor von D. Häfeli. Die Reinacher ihrerseits gestanden den Gästen kaum Torchancen zu, blockte alle ihre Schüsse, unterbanden die gefährlichen Querpässe und kontrollierten somit den Gegner während dem gesamten ersten Drittel. Langnau wirkte ideenlos und verunsichert.
Die Tigers traten zum zweiten Drittel mit ziemlich schlechter Laune an. Es war ihnen anzumerken, dass sie mit dem aktuellen Spielstand nicht einverstanden waren. Lok gelang es, an der guten Leistung des ersten Abschnitts anzuknüpfen. Bereits in der ersten Minute erzielte D. Häfeli (Assist E. Benz) einen weiteres Tor zum Spielstand von 3:0. Lok spielte weiterhin clever, die Defense stand sehr solide. Die Aargauer erkämpften sich die Bälle und konterten schnell und zielstrebig. In der 29. Minute erzielte P. Merki (Assist A. Frey) einen weiteren Treffer zur komfortablen 4:0 Führung. Die Emmentaler erholten sich nun langsam von ihrer Startdepression und kamen in der Folge besser ins Spiel. Sie suchten mit allen mitteln den Torerfolg und konnten in der 35. Minute ihren ersten Treffer zum 4:1 buchen. Nur 2 Minuten später gelang ihnen durch einen abgefälschten Ball das zweite Tor zum Spielstand von 4:2. Das Spiel war neu lanciert. Die Spannung vor dem letzten Abschnitt riesig!
Die Tigers drückten im letzten Abschnitt weiter auf die Tube. Lok blieb jedoch cool und spielte ihr Spiel. Es gab Chancen auf beiden Seiten. In der 47. Minute kam dann der Anschlusstreffer zum 4:3. Der psychologische Vorteil war nun bei den Tigers. Lok bewies jedoch Nervenstärke, blieb kompakt und blockte in dieser Phase viele Schüsse. In der 51. Minute konnten die Emmentaler einen Konterangriff nur regelwidrig stoppen, es kam zumPenalty. Leider konnte Lok diesen Strafstoss nicht zur Vorentscheidung nutzten. Auch in der darauf folgenden Überzahl konnten sie nicht reüssieren. Langnau konterte im Unterzahlspiel stark. Eine Glanzparade von J. Wittwer verhinderte den Ausgleichstreffer! In der Schlussphase hagelte es Strafen auf beiden Seiten. Eine dieser Strafen vermochte Lok (nach einem Ballverlust der Tigers) in der 59. Minute durch T. Wullschleger zum 5:3 zu verwerten.
Nervenstärke bewiesen, Ligaerhalt gesichert
Lok zeigte in diesem Spiel Nervenstärke, Geduld und Coolness und konnte sich dadurch den Ligaerhalt sichern. In der Endabrechnung der U21 A Meisterschaft 2009/2010 erreichten sie als Neuaufsteiger den guten 7. Rang.
Telegramm 18. Runde U21 A, 28.02.2010








