UHC Lok Reinach

 
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Renato Wyss übernimmt die Damen von Lok

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Sportchef Jan Rickenbach ist es gelungen, Renato Wyss für die nächste Saison 2010/11 als Headchoch der 1. Liga Damenmannschaft von Lok Reinach zu verpflichten. Wyss war in den vergangenen 2 Jahren als Assistenztrainer des Swiss Mobiliar League-Teams von Lok tätig. Zudem unterstützte er in diesem Jahr die U21A-Herren.

Mit "Mad Dog" übernimmt ein routinierter und internationaler  Coach, der seit 20 Jahren im "Unihockeygeschäft" ist, die Damenabteilung von Lok. Wyss gilt als Motivationskünstler, der mit einfachen Mitteln Spielerinnen und Spieler zum Erfolg führen kann. Seinen grössten Erfolg konnte er an der Herren WM 2008 in Tschechien feiern, wo er mit Deutschland B-Weltmeister wurde.

Im Nebenamt ist er zur Zeit beim Österreichischen Verband als Headcoach der Herrennationalmannschaft tätig. Vor einer Woche kehrte Renato Wyss aus Schweden zurück, wo er mit dem Österreichischen Studentennationalteam an der Studenten WM 2010 in Umea den beachtlichen 5. Schlussrang erreichte.

Renato, du warst seit fünf Jahren ununterbrochen in den höchsten Ligen bei den Damen (Hot Chilis NLB und Floorball Riders SML)  und Herren (UHC Uster und Lok Reinach) tätig. Warum der Wechsel in die 1. Liga zu den Damen von Lok?

Lok Reinach bot mir eine ideale Lösung an, die ich mit meiner beruflichen Tätigkeit bei der IBAarau Erdgas AG als Leiter Engineering verbinden kann. Zudem habe ich die Projektleitung der neuen Erdgaserschliessung von Teufenthal nach Reinach und Gontenschwil übernommen, dieses Projekt wird mich in den nächsten Jahren sehr beanspruchen und verunmöglichen, 3-4 Mal pro Woche für Trainings in der Halle zu stehen. Eine weitere Motivation ist, wieder selber Verantwortung für eine Mannschaft zu übernehmen. Die Damen von Lok haben grosses Potential, in der 1. Liga vorne mitzuspielen. Ich wollte in der letzten Saison bereits das Team übernehmen, doch dies scheiterte am Veto von Magnus Svensson.

Wie bist du überhaupt vor zwei Jahren zu Lok gestossen ?
Ich musste mich Anfangs 2008 beruflich neu orientieren und landete schliesslich bei meiner Traumstelle bei der IBAarau Erdgas AG. Dies hatte zur Folge, dass ich auch in die Region Aarau umziehen musste. Schmerzlich trennte ich mich von meiner damaligen SML-Damen Mannschaft, den Floorball Riders. Ich wollte aber nicht untätig sein und so kam mir der Anruf von Rainer Sommerhalder wie gerufen. Sommerhalder kannte mich von früher, wo ich in der Orientierungslaufszene im Leistungssport Erfahrungen sammelte.

Du bist als loyaler Assistenztrainer von Magnus Svensson bekannt und hast dazu beigetragen, dass Lok wieder in der Swiss Mobiliar League spielt. Warum bist du Svensson nach GC nicht gefolgt?
Ja ehrlich gesagt lag diese Lösung auf der Hand, Svensson weiss genau was er an mir hat. Doch das Engagement, mit Magnus gemeinsam zu wechseln, ist enorm. Aufwand und Ertrag stehen nicht im Verhältnis, was ein Schweizer Assistenztrainer als Entschädigung erhält. Bei GC und Svensson hätte ich vermutlich kein reduziertes Arbeitsverhältnis bekommen. Kommt hinzu, dass man, wenn man nicht immer da ist, das Vertrauen der Spieler wahrscheinlich nicht erhält, und dies ist eben die Basis meiner Arbeit. "Sag niemals nie", möchte ich aber hier klar anfügen.

Gerüchte besagen, dass du verschiedene interessante Angebote auf dem Tisch hast. Sind diese nicht besser als bei Lok?
Das ist Richtig, doch ich habe Jan Rickenbach frühzeitig per Handschlag für den Job bei den Damen zugesagt. Im weiteren möchte ich Jan nicht im Regen stehen lassen. Was Jan für den Verein leistet ist enorm, Hut ab. Auch wenn nicht immer alles optimal läuft, fühle ich mich bei Lok wohl.

Erstaunlich ist, dass du Dich als Grossfeldschiedsrichter für Lok zur Verfügung stellst, erzähl wie es dazu kam.
Vielleicht sind die Tage als Trainer mit 44 Jahren bald gezählt. Der Beruf geht klar vor, und ich möchte die Option, in den späteren Jahren als Schiedsrichter-Observer zu amten, offenhalten und deshalb noch einige Spiele als Schiedsrichter erleben. Im weiteren ist es bedenklich, wie wenig Mitglieder sich freiwillig für diverse Helferjobs melden. Ein Verein funktioniert nur, wenn alle nicht nur Nehmen, sondern auch dem Verein etwas zurückgeben.

Nun sind wir gespannt,  was du mit den Damen erreichen wirst. Was sind deine Ziele?
Die Erwartungen der Damen an mich sind sehr gross. Wenn es mir gelingt, die Damen zu überzeugen vom Grundsatz "Ohne Fleiss kein Preis", dann wird die Mannschaft vorne mitspielen können. Ich möchte das Team auf Platz 1 bis 3 bringen. Im weiteren möchte ich die Zukunft der Damen bei Lok längerfristig sichern,  das heisst, dass wir genügend Spielerinnen gewinnen können.

Was liegt dir sonst noch am Herzen?
Ich möchte mich auf diesem Wege für die letzten zwei Jahre bei allen bedanken, die mir das Vertrauen gegeben haben und mit denen ich Erfolge feiern durfte. Ich durfte viele schöne Momente durfte ich erleben und hoffe dass die Erfolgswelle bei den Damen weiter gehen wird. "Es chunnt guet !".

 

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Die Mobiliar, Willy Vontobel, Reinach
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